Der „klassische“ Linsenaustausch

Die Operationsmethode ist ein seit Jahrzehnten etabliertes und ausgereiftes Verfahren und basiert auf der seit Ende der 70er Jahre standardisierten Katarakt-Operation (Grauer Star). Diese hat in den letzten Jahren einen äußerst hohen Qualitätsstandard erreicht. Der Linsenaustausch beim Grauen Star ist weltweit mit ca. 25 Millionen die am häufigsten durchgeführte und sicherste Operation.

Beim dem klassischen Linsenaustausch werden alle chirurgischen Schnitte (Inzisionen) von Ihrem Operateur mit der Hand ausgeführt. Setzt man für besonders wichtige Operationsschritte einen modernen Femtosekundenlaser ein, wird dadurch die Präzision und Genauigkeit wesentlich erhöht.

Der Ablauf

Die Operation erfolgt in mehreren Phasen: Zunächst wird die Linsenkapsel eröffnet, das Linsenmaterial entfernt und dann eine künstliche Linse eingesetzt.

Alle chirurgischen Schnitte (Inzisionen) werden von Ihrem Operateur manuell ausgeführt. Die Linse wird mit Ultraschall zerkleinert und entfernt (Phakoemulsifikation). Die Linsenkapsel bleibt im Auge – sie dient als „Tasche“ für die neue Kunstlinse. Nach Säuberung der Linsentasche setzt der Operateur die neue Linse ein. Die elastischen Linsenbügel stabilisieren sich im verbleibenden Kapselsack. Die Kunstlinse muss nicht mehr ausgetauscht werden, sie bleibt dauerhaft im Auge.

Das heißt, es kann sich bei Ihnen im Alter kein Grauer Star (Katarakt) mehr entwickeln und die störende Alterssichtigkeit kann durch Multifokallinsen behoben werden. Durch den winzigen Einschnitt ist ein Wundverschluss ohne Naht möglich.

Sicherheit

Die modernen Methoden haben das Risiko von Komplikationen erheblich verringert, dennoch können sie nie ganz ausgeschlossen werden. Das Verfahren des Linsenaustausches entspricht im Prinzip der Katarakt-Operation, d. h. der Operation des Grauen Stars und ist damit der am häufigsten durchgeführte Eingriff überhaupt. Jährlich lassen sich in Deutschland ca. 800.000 Patienten behandeln.

OP-Begleitung

Die Operation findet unter örtlicher Betäubung durch Augentropfen statt. Das bedeutet, dass Sie zwar bei Bewusstsein sind, aber keine Schmerzen verspüren. Nur in ganz seltenen Fällen ist die örtliche Betäubung mittels Injektion erforderlich. Unsere Anästhesisten begleiten und überwachen Sie während der gesamten Operation.

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Die Vorteile des klassischen Linsenaustauschs zusammengefasst

  • Bewährte, sichere Technik
  • Entspricht einer klassischen Grauen Star-Operation

Die Multifokallinse

Ihre Möglichkeit bei Wunsch nach Brillenunabhängigkeit im Alltag

Multifokale Linsen wurden für mehr Brillenunabhängigkeit entwickelt und ermöglichen das Sehen in mehreren Distanzen.

Die Grundstärke der Linse ist auf die Ferne ausgelegt. Zusätzlich erzeugte Brennpunkte im Auge ermöglichen scharfes Sehen in mittleren und kürzeren Distanzen. Auch hier kann eine Hornhautverkrümmung mit ausgeglichen werden.

Gewöhnung an Multifokallinsen
Eine multifokale Linse projiziert mehrere Bilder auf die Netzhaut, die Ihr Gehirn dazu verwendet, Objekte in unterschiedlichen Entfernungen zu erkennen. Es ist normal, dass es einige Monate dauern kann, bis Ihr Gehirn sich darauf eingestellt hat und die bestmögliche Sehqualität erreicht ist.

Lichtphänomene
Unmittelbar nach dem Eingriff kann es zu unerwünschten Lichteffekten wie Halos oder Blendung kommen. Halos sind Lichthöfe um Lichtquellen herum. Diese sind bei schlechten Lichtverhältnissen, etwa bei nächtlichen Autofahrten, stärker ausgeprägt. Durch Anpassungsprozesse in der Bildverarbeitung des Gehirns lassen diese Effekte in der Regel nach einigen Monaten nach.

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Der „moderne“ Linsenaustausch

Moderne Femtosekundenlaser werden bereits seit 2005 in der refraktiven Hornhaut-Chirurgie (Femto-LASIK) eingesetzt. Diese Technologie ist auch für den Linsenaustausch möglich und sinnvoll, da es noch präzisere Ergebnisse besonders bei Implantation von Multifokallinsen bietet.

Zwar ist die Anatomie des Auges bei allen Menschen in ihren Grundzügen gleich aufgebaut, doch unterscheiden sich die Augen bezüglich Größe, Tiefe und Krümmung.

Unser Laser erstellt ein sehr detailliertes 3D-Bild des Patientenauges und nutzt eine hochentwickelte Software, um die Behandlungsplanung an die individuelle Anatomie anzupassen. Somit können wir Ihnen eine individuelle Behandlung mit einem innovativen Laser- OP-Verfahren anbieten.

Mit dem Femtosekundenlaser wird jede Behandlung individuell im System vorprogrammiert und geplant, um die Genauigkeit zu verbessern und die Dauer des Eingriffes zu minimieren.

Zudem dockt das System in einer einzigartig schonenden Art und Weise an das Auge an, um es stabil zu halten. Daraus resultiert höchster Behandlungskomfort für den Patienten.

Hochmoderne Lasertechnik mit 3D-Bildgebungsverfahren

Die Operation erfolgt auch hier in mehreren Phasen: Bei diesem modernen Verfahren wird die Linsenkapsel mit höchster Präzision durch den Femtosekundenlaser kreisrund geöffnet.

Das Laser-System basiert auf einem hochmodernen speziellen Femtosekundenlaser und einem 3D-Bildgebungsverfahren. Dies ermöglicht eine individuell angepasste und auf das zu operierende Auge perfekt abgestimmte Behandlung.

Der Laser führt Teilschritte des Linsenaustausches nach entsprechender Programmierung automatisch durch und bewirkt dadurch noch höhere Sicherheit für das Auge und noch präzisere Ergebnisse – besonders bei Implantationen von torischen und multifokalen Linsen.

 


Der Operateur kann somit alle notwendigen Operationsschritte schonender und in überragender Präzision vornehmen, um die körpereigene Linse zu zerkleinern und zu entfernen. Dies hilft, die künstliche Linse exakt im Auge zu positionieren, was für eine bestmögliche Sehschärfe wichtig ist.

Sie liegen bequem auf einer Operationsliege und Ihr Auge wird betäubt. Anschließend tastet ein integriertes Diagnosegerät (Optische Kohärenztomographie) das Auge in wenigen Sekunden punktgenau ab.

Dies ermöglicht die sehr genaue Planung der Behandlung. Nach exakter Ausrichtung beginnt der Femtosekundenlaser seine Arbeit.

Natürlich behält der Operateur zu jeder Zeit die volle Kontrolle über die Laserbehandlung.

Der Ablauf des "modernen" Linsenaustauschs

Zugang zum Auge
Inzisionen mit Laser, dann kreisrunde Öffnung der Linsenkapsel (Kapsulotomie). Der Femtosekundenlaser führt dies mit höchster Präzision und Reproduzierbarkeit aus. Wodurch die Intraokularlinse eine optimale Positionierung im Kapselsack erhält.

Zerkleinerung des Linsenkerns
Der Femtosekundenlaser ist in der Lage die körpereigene Linse in kleinste Würfelchen zu zerteilen. Dies geschieht erheblich schonender als bisher, weil weniger gewebebelastende Energie aufgewendet wird.

Einsetzen der künstlichen Linse (IOL)
Die gefaltete Linse wird durch die Inzision (den Schnitt) über einen speziellen Injektor in das Auge eingesetzt. Die Linse entfaltet sich kontrolliert und der Operateur bringt sie in ihre endgültige Position.

Patienteninformation über den Femtosekundenlaser "Catalys"

Die Vorteile

Der Femtosekundenlaser revolutioniert die Operation des Refraktiven Linsenaustausches, denn für Sie als Patient wird die Behandlung noch präziser und schonender.

Der Laser ermöglicht Ihrem Operateur feinste Präzisionsarbeit im Mikrometerbereich. Damit werden die Strukturen im Augeninneren geschont und mögliche Reizungen minimiert.

Präzision

Der Femtosekundenlaser bietet eine bisher unerreichte Präzision, die auf 0,1 Mikrometer genaue Inzisionen (Schnitte) ermöglicht. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist durchschnittlich 85 Mikrometer breit.

Die Präzision des Eingriffs mit dem Femtosekundenlaser ermöglicht es dem Chirurgen, die sogenannte Intraokularlinse sehr genau zu positionieren, um eine Leistungsoptimierung zu erreichen.

Durch diese Leistungsverbesserung kann die Notwendigkeit von Brillen reduziert oder mit dem Einsetzen von multifokalen Linsen fast eliminiert werden.

Verbesserte Sicherheit

Das fortschrittliche 3D-Bildgebungsverfahren und die hochentwickelte Software unseres Laserherstellers Johnson & Johnson Vision gewährleisten, dass die Laserimpulse nur auf den Behandlungsbereich auftreffen, so dass das umgebende Gewebe geschützt ist.

Zusätzlich ermöglicht das Lasersystem eine einfachere und sanftere Entfernung des Linsenkerns. Diese schonende Methode hat für Sie den Vorteil einer schnelleren Erholung.

Die Vorteile des modernen Linsenaustauschs zusammengefasst

  • Präziser und schonender als die klassische Methode
  • Individuelle Behandlungsplanung durch detailliertes 3D-Bildgebungsverfahren
  • Exakte Positionierung der Intraokularlinse

Die Nachbehandlung beim Refraktiven Linsenaustausch


Die erste Kontrolluntersuchung findet am Tag nach der Operation statt. Der Arzt bespricht mit Ihnen die Anwendung der Augentropfen, die Sie für etwa vier Wochen in das operierte Auge eintropfen müssen.

Er erklärt Ihnen auch, wann Sie eine Schutzbrille tragen sollten. Sie werden zunächst noch etwas verschwommen sehen. Das ist normal, denn die Pupille ist noch geweitet. Aber: Weder Fernsehen noch Lesen schadet. „Nutzen“ Sie Ihre Augen ruhig, soviel Sie wollen!

Besonderheiten

Leichtere Probleme, wie z. B. unterschiedliche Lichtwahrnehmung, erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit, Trockenheits- oder Fremdkörpergefühl sowie Störungen der Lidbewegungen können gelegentlich auftreten.

Da das Auge im Verlauf der Operation minimal eröffnet wird, könnten Keime eindringen und eine Infektion verursachen. Unbehandelt kann dies zu schweren bleibenden Schädigungen führen, bis hin zum Verlust der Sehkraft. Unter den strengen sterilen Operationsbedingungen sind derartige Infektionen aber extrem selten. Das Risiko von intraokularen Blutungen oder Schwellungen ist extrem gering.

Durch die Saug- und Spülvorgänge während der Operation kommt es manchmal zu Bewegungen im Auge. Diese können zu Rissen oder Löchern in der Netzhaut oder des Aufhängeapparates der Linse führen. Augenärztliche Kontrollen und Behandlungen verhindern in der Regel aber eine Netzhautablösung. Die meisten Veränderungen können mit dem Laser behandelt werden.

Heilt die Wunde aus bestimmten Gründen nicht perfekt symmetrisch, sind Erscheinungen wie bei der Hornhautverkrümmung möglich. Die Bildverzerrungen lassen sich jedoch in der Regel durch Brillengläser oder eine Nachkorrektur ausgleichen.

Nachsorge

Nachsorge

Wie verläuft die Nachsorge nach einer Operation.

Kosten

Die Kosten

Mit folgenden Kosten ist zu rechnen.

Komplikationen

Komplikationen

Diese vorübergehenden Begleiterscheinungen und Komplikationen während des Heilungsprozesses sind möglich.

Der Nachstar

Aus medizinischen Gründen werden beim Linsenaustausch bewusst nicht alle Linsenteile entfernt. Dies kann zur Folge haben, dass sich nach einigen Monaten oder sogar Jahren auf der verbliebenen Hinterkapsel eine trübe Membran bildet.

Diese Erscheinung nennt man Nachstar. Dieser bereitet keine Schmerzen und ist nicht gefährlich. Der Nachstar entsteht durch ein zartes natürliches Zellwachstum.

Sollte Ihr Sehvermögen durch den Nachstar stärker beeinträchtigt werden, lässt sich die Membran ambulant mit Hilfe eines speziellen Lasergeräts öffnen. Danach werden Sie wieder mit den gewohnten „klaren Verhältnissen“ sehen und Ihr Leben unbeschwert genießen können.

Behandlung des Nachstar

Unsere Pluspunkte

Nach einigen Monaten oder Jahren bildet sich auf der verbliebenen Hinterkapsel eine trübe Membran. Diese Erscheinung nennt man „Nachstar“ und kann mit Hilfe eines speziellen Lasers beseitigt werden.

Zertifikate und Auszeichnungen

Beim Nachstar treten ähnliche Symptome wie beim Grauen Star auf: Sie sehen unscharf und diffus.

Historie der Augenklinik

Die Hinterkapsel mit der trüben Membran wird weggelasert.

Presse

Nach dem Eingriff können Sie wieder klar und deutlich sehen.

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Der klassische Linsenaustausch
RLE Ablauf / Sicherheit / OP-Begleitung
RLE klassisch - Vorteile
Die Multifokallinse
Der moderne Linsenaustausch
Hochmoderne Lasertechnik
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